8. Mai 2007

Happy Birthday!

Alles Gute zum Geburtstag, HACKE SPITZE TOR.

Hatte ich in all dem Trubel (Diplomarbeit, Freunde werden Eltern, UEFA-Cup-Aus, Bloc Party-Konzert in Berlin) tatsächlich vergessen, daß dieser schöne Blog am 3. Mai 2007 seinen ersten Geburtstag gefeiert hat.



Anlässlich des Ehrentages nun also ein paar statistische Spielereien, die ich seit Weihnachten vergangenen Jahres dank 4stats.de mehr oder weniger regelmäßig verfolge:



Gesamtzeit in der Ihre Website angesehen wurde:
18 Tage, 2 Stunden, 54 Minuten und 31 Sekunden.

Bester Tag:
22.03.2007 - 285 Besucher (Danke, Citybeat!)

12. April 2007

Betr.: Bewerbung Stoßstürmer


Sehr geehrter Herr Wöstmann,

mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige in der Nordwestzeitung gelesen. Mit den beiliegenden Unterlagen möchte ich mich in Ihrem Unternehmen als Stoßstürmer und Kopfballungeheuer bewerben.

Schon in der Jugend konnte ich meine Mannschaft mit teilweise traumhaft schönen Toren jedes Jahr zur Meisterschaft schießen. Ob meiner Körpergröße (1,78m) haben mich meine Mitspieler desöfteren unterschätzt, wenn es darum ging, hohe Flankenbälle zu verwerten. Meine gewaltige Sprungkraft hat die Abwehrspieler der Liga aber immer wieder in Staunen versetzt.

Im Herrenbereich glänzte ich in den ersten Jahren noch mit meiner Schnelligkeit, mit dem Alter habe ich die fehlende Spritzigkeit dann aber mit meiner großen Erfahrung von hunderten Verbands-, Bezirks- und Kreisligaspielen wettgemacht.

Ich bin teamfähig, flexibel und verantwortungsbewusst. Die geforderten Attribute Ehrgeiz, Leidenschaft, Herzblut und eine gewisse Siegermentalität habe ich als Vollblut-Stürmer seit Jahren verinnerlicht. Darüber hinaus bin ich auch an keinen Spielerberater gebunden.

Eine Anstellung als Stammspieler beim FC Gütersloh sehe ich als große Chance, mir wieder eine Spitzenposition unter den deutschen Torjägern zu erkämpfen. Darüber hinaus erhoffe ich mir kurz oder lang eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Mein Ziel ist es, 2010 Weltmeister zu werden.

Meine bisherigen sportlichen Erfolge und Stationen als Offensivkraft entnehmen Sie bitte dem Lebenslauf.

Die Stadt Gütersloh habe ich in mehreren Durchreisen als liebenswerte Stadt mit überaus freundlichen Einwohnern kennengelernt und würde mich freuen, meine Leben in Ostwestfalen zu verbringen.

Über einen Gesprächstermin mit anschließendem Probetraining würde ich mich sehr freuen.

Mit sportlichem Gruß

W. Schierholz

Trap? Geht ab!

Die Pressekonferenzen von Giovanni Trapattoni, egal ob beim FC Bayern, beim VfB Stuttgart oder jetzt bei Red Bull Salzburg sind immer lustig. Selbst wenn der 68-Jährige wütend ist, muss ich immer lachen. Könnte auch daran liegen, daß ich den italienischen Akzent so witzig finde.



Schönster Satz:
"Ese gibte große Mannsafft wie Bayern, Chelsea, wie Milan..."

11. April 2007

Treffervergleich / Off-Topic

Hat erstmal nichts mit Fußball zu tun, aber mir trotzdem ein Lächeln auf die Lippen beschert. Weiß auch nicht, warum. Interessant wäre es vielleicht auch, Torsten Frings gegen Michael Ballack oder Miroslav Klose gegen Kevin Kuranyi kämpfen zu lassen...



via Google-Fight bzw. Ponyhofleben

Edit: Klose gewinnt ganz klar gegen Kuranyi, hingegen verliert Torsten Frings sang und klanglos gegen Michael Ballack

Carrick (11.), Smith (17.), Rooney (19.), Cristiano Ronaldo (44.), Cristiano Ronaldo (49.), Carrick (60.) & Evra (81.)

Es ist fast 50 Jahre her, daß eine italienische Fußballmannschaft in einem europäischen Wettbewerb sieben Tore kassiert hat. Gestern hat ManU den AS Rom so dermaßen auseinander genommen, daß sicherlich auch noch mehr Tore hätten fallen können. Das Beeindruckende daran aber ist für mich, daß die Treffer allesamt wunderschön und schnell herausgespielt wurden, so daß die Spielzüge eigentlich auch in einem Lehrvideo für offensiven Fußball Platz finden könnten.



gefunden bei Fanfaktor

4. April 2007

Boro, Baumi, Klosi und Lutschi

Werder Bremen ist ein Verein, der sich anschickt, zu den besten Mannschaften Europas gezählt zu werden. Mehrere Auftritte in der UEFA Champions League lassen diese These meines Erachtens zu, auch wenn ich als gebürtiger Bremer da die grün-weiße Brille aufhabe.

Dennoch frage ich mich, ob die Top-Clubs aus Spanien, Italien, England usw. ähnliche Pressemitteilungen veröffentlichen, wie diese hier.

Natürlich sind "Baumi" und "Boro" die Spitznamen von Frank Baumann und Tim Borowski. Natürlich wissen das alle Werderfans. Und natürlich gibt es auch Mannschaftskollegen, die die beiden so nennen. Aber mal im Ernst, lieber "Polsti": Ich glaube nicht, daß der FC Bayern München nach einer überstandenen Verletzung von - sagen wir mal - Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Mark van Bommel eine Pressemitteilung á la "Schweini, Poldi und Bommi sind wieder fit" herausschickt. Ein bißchen mehr Abstand in den Informationen für die Presse bzw. für die Fans bzw. auf der Homepage wäre doch eines Top-Clubs würdiger, oder sehe ich das zu engstirnig?

Foto: Boro (links) und Baumi (2.v.l.) sind für das UEFA-Cup-Spiel gegen Aalkmar wieder fit. Mit ihnen freuen sich Klosi (2.v.r.) und Lutschi (rechts).

21. März 2007

Und da steht er frei vor dem Tor...

In Anlehnung an den Meilenstein des Fußballs von Frank Mill gegen die Bayern habe ich beim BVB09-Blog folgendes Video gefunden.



Da weiß man als aktiver Fußballer nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Edit: Speziell für Jürgen Kalwa sei auch nochmal erwähnt, daß der BVB09Blog dieses wirklich tolle und interessante Video bei dem mindestens genauso interessanten Blog "American Arena" gefunden hat. Leider hatte ich das im Ursprungspost vergessen zu erwähnen.

Bin ja mal gespannt, wann sich jemand von "www.shacham.org", die immerhin das Video bei Google-Video hochgeladen haben, bei uns meldet. Nichts für ungut, Jungs!

20. März 2007

Was störte, waren die Mainzer!

Puh. Bin gerade auf einen unverschämten interessanten Artikel gestoßen, den ich den Lesern unseres Blogs nicht vorenthalten will.

"Was stört, sind die Bremer!"

Durchaus diskussionswürdig, wie ich finde. Leider gibt es unter dem Artikel keine Kommentarfunktion, so daß ich zu meiner Verteidigung als gebürtiger Bremer hier fünf Dinge sagen möchte:

1) Für´s Wetter kann ich nix. Hagel, Regen, Sonnenschein - und das kurz hintereinander - haben auch mich empfindlich gestört.

2) Kiffen kann unheimlich Spaß machen. Solltest Du vielleicht mal ausprobieren, lieber Michael.

3) "Und schon wieder keine Stimmung - SVW!" - könnte daran gelegen haben, daß der Gästeblock in der Westkurve, direkt neben der "Kinderkurve" und dem "Familienblock" liegt. Wer da 90 Minuten Stimmungslieder erwartet...
Die "PrOstkurve" ist leider auf der anderen Seite aufgrund "miserablen Akustik" relativ schlecht zu hören, wie Du ja schon treffend analysiert hast. Ich habe übrigens bei dem Spiel auch in der Westkurve gesessen. Ehrlich gesagt habt ihr mich stimmungsmäßig auch nicht gerade beeindruckt.
Ein weiterer Grund könnte aber auch sein, daß Werder Bremen halt nicht gegen Barcelona, Juventus, Chelsea oder von mir aus auch gegen Bayern gespielt hat, sondern eben "nur" gegen Mainz.

4) Nur weil sich die Bremer zu den Spielen ihrer Profikicker nicht als Harlekins und Clowns verkleiden, heißt es noch lange nicht, daß wir Bremer "dröge und ausstrahlungsarm" sind. Und wer Thomas Schaaf schon einmal auf einer Pressekonferenz erlebt hat, weiß, daß er eine echte Stimmungskanone sein kann!

5) Zu Diego und seiner "Fallsucht" sage ich nichts, auch weil man objektiv betrachtet tatsächlich der gleichen Meinung sein kann, aber nicht muss. Eine "dumme Wurst" ist er jedenfalls nicht! Und wenn man ein Tor schießt (und sei es ins leere Tor, in der 93. Minute nach einem Laufduell), darf man sich freuen, vor allem wenn es die Entscheidung in einem doch noch spannenden Spiel gewesen ist.

Foto: werder.de

27. Februar 2007

Sag zum Abschied leise...Scheiße

Treffende Analyse der Frankfurter Misere in der Bundesliga-Saison 2006/2007.

23. Februar 2007

Teilweise Off Topic

Verpasst habe ich ja nicht wirklich etwas. Während die grün-weißen Profi-Kicker sang und klanglos mit 1:3 in Amsterdam untergegangen sind, habe ich einen schönen Tag in Paris erlebt. Herrlich. Für wenig Geld ab Hannover mit Tuifly (bzw. HLX). Irgendwie hatte es was, die Stadt der Liebe mit der Liebsten zu erkunden, ohne sich darüber zu ärgern, was Frings, Klose und Almeida (!!!) an Chancen versieben und sich fast um den Achtelfinaleinzug bringen. Und dank Liveticker per Mobilfunk aus Bremen war ich selbst beim romantischen Candle-Light-Dinner immer perfekt informiert.

Das Lustigste an der Reise war allerdings die Reise selbst, also der Flug. Neuerdings sind die Flieger von HLX (oder zumindest die, die nach Paris fliegen) von einer großen Telekommunikationsfirma mit einem leuchtenden Pink, besser gesagt Magenta lackiert. Nicht nur die Farbe brachte irgendwie einen durchaus "tuntig" anmutenden Flair in die ganze Nummer. Allen voran "Alex", die Stewardess gefangen im Körper eines Stewards machte die Reise unterhaltsam. "Wenn sie Kritik, Anmerkungen oder Fragen haben, zögern sie bitte nicht, mich oder meine beiden charmanten Kollegen anzusprechen."

Das Fazit der vergangenen Tage lautet also: Paris, pinker Flieger, schwuler Steward, Achtelfinale - ein rundum gelungenes Paket.

6. Februar 2007

Meilensteine des Fußballs I

Einer der trickreichsten und gefährlichsten Stürmer der vergangenen Zeit war Frank "Franky" "Hängesocke" Mill. Wir erinnern uns immer wieder gerne an die Szene, die noch in 50 Jahren ausgekramt wird, wenn von Frank Mill die Rede ist. Ein Meilenstein des Fußballs:

31. Januar 2007

Spekulationen

Kaum hat die Rückrunde angefangen und die krisengeschüttelten Mannschaften nicht die erhofften und ersehnten Punkte geholt, da dreht sich fröhlich das Trainerkarussell.

Heute hat endlich Don Jupp in Gladbach die Sachen hingeschmissen und auch den Bayern war der Grusel-Fußball von van Bommel, Lahm und Schweinsteiger endgültig genug, so daß Felix Magath seine Sachen nicht hingeschmissen, sondern packen musste. Zumindest die Bayern haben gleich einen Nachfolger parat: In München setzt sich der alte Bekannte Ottmar Hitzfeld auf den Trainerstuhl. In Gladbach spekuliert man auf Jos Luhukay. Der ehehmalige Co-Trainer wird zumindest gegen Bielefeld die Geschicke leiten.

Die große Frage ist aber: Wie lange hält Thomas Doll in Hamburg noch durch? Nach dem (zugegebenermaßen eher unglücklichen) 1:1 gegen Cottbus wird er wohl nicht mehr lange das Sagen beim Bundesliga-Dino haben. Ich gehe davon aus, daß er am Samstag nicht mehr Trainer des HSV sein wird, denn direkt nach der Partie haben sich die Verantwortlichen gleich zurückgezogen, um über die Situation zu diskutieren. Doll machte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auch nicht wirklich den Eindruck, als ob es mit ihm weitergehen könnte.

Spekuliert mit, liebe Leser von Hacke Spitze Tor!

1) Wer wird Trainer in Gladbach?
2) Wer wird Nachfolger von Thomas Doll?
3) Wer steht überhaupt zur Verfügung?

Zumindest für den HSV schmeiße ich hier mal ein paar Namen in den Raum:

Felix Magath (hat ja gerade keinen Job)
Peter Neururer (trainert generell alles und jeden)
Bert van Marwijk (mit 4-3-3 zum Erfolg?)
Horst Köppel (der alte Mann könnte es richten)
Ewald Lienen (Zettel-Ewald, damit alle Fehler schriftlich festgehalten werden)
Jörg Berger
Uli Stein

Frank Neubarth

Oder vielleicht finden die Hamburger ja hier einen Trainer?

Foto: www.hsv.de
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Nachtrag: Eigentlich hatte ich ja auf eine Überschrift à la "Doll war das nicht" gehofft. Aber den Gefallen hat man mir leider nicht getan: "Um 23:41 war alles vorbei"; "HSV feuert Doll"; "HSV nun ohne Thomas Doll"; "Hamburger SV trennt sich von Thomas Doll"; "Doll raus. Magath zum HSV"; "Und nun auch Doll"; "Weil alle es jetzt so machen: Der HSV feuert Doll"; "HSV trennt sich von Thomas Doll"

29. Januar 2007

Klasnic hat neue Niere nicht angenommen

Die Freude über den 3:0-Sieg gegen Hannover 96 und die wieder zurück erkämpfte Tabellenführung hielt leider nicht sehr lange an:

Zwar ist die Operation bei Ivan Klasnic am vergangenen Donnerstag gut verlaufen, aber seit heute steht fest, daß sein Körper die neue Niere leider nicht angenommen hat. Jetzt muss ein neuer Spender her.

Pressemitteilung (Werder.de):

Die dem Bundesligaspieler von Werder Bremen, Ivan Klasnic, am vergangenen Donnerstag transplantierte Niere ist bedauerlicherweise vom Körper nicht angenommen worden.

Die genauen Gründe hierfür werden von den behandelnden Ärzten derzeit analysiert. Diese Untersuchungen werden ca. 6 Wochen in Anspruch nehmen.

Die Zeit wird genutzt werden, weitere Voruntersuchungen aus dem persönlichen Umfeld von Ivan Klasnic mit dem Ziel durchzuführen, die erneute Übertragung einer so genannten Lebendspende in etwa 6-8 Wochen vornehmen zu können.

Die dadurch bedingte zeitliche Verzögerung führt dazu, dass die bisher angenommene Aufbauphase erweitert werden muss. Wir gehen davon aus, dass Ivan Klasnic seinem Verein Werder Bremen frühestens in 6 Monaten zur Verfügung steht.

Das Angebot des Vereins, den Vertrag des Spielers unverändert um ein Jahr zu verlängern, eröffnet Ivan Klasnic die Möglichkeit, den körperlichen Wiederaufbau unbelastet und mit aller Kraft, aber auch in Ruhe angehen zu können.

Es wird in den nächsten Wochen wichtig sein, dem Spieler mit Unterstützung seiner Familie die Möglichkeit zu geben, den Gesundungsprozess voranzutreiben.

Wir bitten deshalb erneut darum, Ivan Klasnic und seiner Familie die dafür notwendige Ruhe zu gewähren.

Wir werden die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit von der Fortentwicklung der Situation informieren.

27. Januar 2007

Weisheiten des Live-Tickers

Meine Symphatie zum Hamburger SV hält sich in Grenzen. Dennoch habe ich mir gerade mit der Hand vor die Stirn geschlagen, als die Arminia aus Bielefeld den Ausgleich schafft und ich folgendes im Sport1-Liveticker lesen musste:

"90. Dumm, dümmer, HSV!

Hamburg versemmelt damit zum zweiten Mal in Folge in den Schlussminuten den Sieg. Schon in Aachen waren sie nahe dran am "Dreier"."

Wie wahr!

25. Januar 2007

Cottbus und das 8. Weltwunder

Einmal werden wir noch wach... und dann rollt er endlich wieder, unser heiß geliebter und die letzten Wochen so schmerzlich vermisster Bundesligafußball.

Mit der Partie Dortmund gegen Bayern startet in etwas mehr als 24 Stunden die 44. Rückrunde seit Bestehen der Bundesliga und dann heißt es wieder 17 mal Hoffen und Bangen zwischen Meisterschaft, internationalem Geschäft und natürlich Abstieg.

Mittendrin im Abstiegskampf und damit mit dem Rücken an der Wand stehen gemeinsam mit den Mainzern, Hamburgern und den Gladbachern die Jungs von Energie Cottbus.

Petrik Sander, der Coach der Brandenburger, weiß um die Brisanz dieser Situation und spricht gegenüber Sport Bild gar vom achten Weltwunder, sollte der Klassenerhalt tatsächlich geschafft werden.

Warum er diese deutlichen Worte findet, wird allerdings auch klar. Wenn man nämlich die aktuelle Tabelle in selbiger Zeitschrift (Seite 13) etwas genauer unter die Lupe nimmt, dann verwundert es kaum, dass Petrik Sander sich solche Sorgen macht. Noch vor Abschluss des 18. Spieltages hat es seine Mannschaft auf einen Abstiegsplatz verschlagen. In diesem Sinne wünsche ich alles Gute für die Rückrunde, auch wenn ich mir das mit den Überraschungen etwas anders vorgestellt hatte.

24. Januar 2007

Klasnic: Journalistische Sorgfaltspflicht

Die Meldung schlug ein: Ivan Klasnic leidet an einer Niereninsuffizienz und braucht eine Spender-Niere. Gleichzeitig gab es den "glücklichen Umstand", daß eben diese auch zur Verfügung steht.

Schon kurze Zeit nach dieser Meldung mehrten sich die Spekulationen, daß Ivan Klasnic bei der Vergabe des Organs einen möglichen Prominenten-Bonus gehabt haben könnte. Schließlich gebe es genügend Patienten, die ewig auf eine Spender-Niere warten müssten.

Wie Werder Bremen über Klasnic´ Anwalt mitteilen ließ, ist dies aber nicht der Fall:

"Hierzu teile ich klarstellend mit, dass es sich vorliegend um eine Lebendspende aus dem persönlichen Umfeld meines Mandanten handelt. Der Spender hat sich aus persönlicher, enger Verbindung zu Ivan Klasnic zur Spende entschlossen. (...) Wir bitten aber um Verständnis, dass aus Gründen des Schutzes auch des Spenders dessen Namen ungenannt bleiben soll."

Tja, leider zu spät, denn die BILD wusste natürlich als Erstes, wer der Spender ist und teilte es auch gleich der ganzen Nation mit.

via Bildblog / Foto: www.med.uni-marburg.de

23. Januar 2007

Klasnic und der Killer-Blinddarm Teil 2

Bis Ende März soll er ausfallen, so die Verantwortlichen von Werder Bremen in der vergangenen Woche. Jeder fragte sich, was für eine ominöse Krankheit Ivan Klasnic denn nun haben könnte, daß er nach einer Blinddarm-OP so lange außer Gefecht gesetzt wird. Weitere Verwirrung schaffte eine Nominierung für ein Testspiel der kroatischen Nationalmannschaft am 7. Februar.

Heute wurde das Rätselraten um Klasnic´ Krankheit beendet. Der Verein veröffenlichte eine Presseerklärung
:

"Infolge von Untersuchungen im Rahmen der Blinddarm-OP des Stürmers von Werder Bremen und der kroatischen Nationalmannschaft, Ivan Klasnic, vom 03.11.2005, sind dem Spieler erstmals Probleme mit seinen Nierenwerten bekannt geworden.

In der Folgezeit ist klinisch versucht worden, diese Probleme zu beseitigen. Bis vor einigen Tagen ging Ivan Klasnic gemeinsam mit den behandelnden Ärzten davon aus, dass es gelingt, eine Niereninsuffizienz zu verhindern. Bedauerlicherweise hat sich nunmehr herausgestellt, dass die Verpflanzung einer neuen Niere erforderlich ist.

Glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass eine optimal passende Nierenspende zur Verfügung steht. Diese wird Ivan Klasnic in diesen Tagen übertragen.

Er wird zu diesem Zweck 10 – 12 Tage im Krankenhaus verbleiben. Anschließend wird Ivan Klasnic mit dem Trainingsaufbau beginnen. Die behandelnden Ärzte gehen davon aus, dass der Spieler 6 – 8 Wochen später dem Verein wieder zur Verfügung steht und dann zu seiner alten Spielstärke zurückfindet.

Ivan Klasnic bittet darum, ihm und seiner Familie in der nächsten Zeit die Ruhe zu gewähren, die er für seine Genesung benötigt. Er bedankt sich bei seinen Fans ausdrücklich für die bisherige Unterstützung. Er wird über die Entwicklung seines Gesundungsprozesses zu gegebener Zeit weiter unterrichten."

Für Werder Bremen kommentierte Geschäftsführer Klaus Allofs die Nachricht: "Dies ist eine außergewöhnliche Situation, die uns alle sehr bewegt. Er kann sich jeglicher Unterstützung von unserer Seite gewiss sein."

Cheftrainer Thomas Schaaf fügte an: "In erster Linie ist es wichtig, dass Ivan wieder ganz gesund wird. Dafür geben wir ihm alle Zeit. Wir hoffen, dass der Eingriff ohne Probleme durchgeführt werden kann und dass Ivan schon bald wieder Fußball spielt."

Hacke Spitze Tor wünscht alles Gute und eine schnelle Genesung.

Foto: Werder.de

22. Januar 2007

Stürmisches Match



Schülerinnen und Schüler bekommen "sturmfrei", Bahnreisende sitzen an Bahnhöfen fest, Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt, Autos schrott, über ein Dutzend Todesopfer alleine in Deutschland. Aber Fußball gespielt wird immer!

via Ehrensenf

20. Januar 2007

Ultras geben auf


Eine Geschichte aus Fürth:

Die SpVgg Greuther Fürth entstand am 1. Juli 1996 aus den Vereinen SpVgg Fürth (gegründet am 23. September 1903 nach der Abspaltung vom TV 1860 Fürth) und der Fußball-Abteilung des TSV Vestenbergsgreuth (Fusion am 1. Juli 1996).





Natürlich waren einige Fans nicht ganz so zufrieden mit diesem Zusammenschluß. Verständlich. Die St. Pauli-Anhänger würden es vielleicht auch nicht ganz so dolle finden, wenn der Verein mit dem HSV fusionieren würde (Zugegeben, der Vergleich hinkt ein wenig). Die Ultras aus Fürth haben jetzt jedoch einen Beschluß gefasst, der mich nachdenklich stimmt. Sie haben sich aufgelöst. Hier einige Zitate von der Website der Ultras:

"Sicherlich hat man auch das ein oder andere Mal über die Stränge geschlagen, aber auch eine gewisse Radikalität gehört eben zu unserer Vorstellung von Fankultur. Schlagpunkte wie Augsburg oder Karlsruhe waren dabei nur die Höhepunkte im Jahr 2006. Im speziellen muss man jedoch sagen, dass Augsburg auch gewissermaßen ein Erfolg für die aktive Fürther Szene war, da man entschlossen den Zugriff der Polizei abwehrte und diese zum Verlassen des Blockes zwang. Klar ist uns auch, dass man dafür im Nachhinein die Konsequenzen zu tragen hat, aber das ist es wert.

Im heutigen modernen Fußball und unter der Fuchtel des Polizeistaates ist es einer Gruppe wie der unsrigen nicht mehr möglich ihre Vorstellung von Fansein so auszuleben, wie sie es will. (...) Als Gruppe können wir nicht mehr gemeinsam und geschlossen auftreten. Somit fällt auch die letzte Verteidigungsbastion gegen äußere Einflüsse und unsere Feinde weg."

Tja, was soll ich dazu sagen? Daß ich es wirklich bedenklich finde, wenn sich die Ultras nicht mehr gegenseitig auf die Fresse hauen? Oder daß ich es vermissen werde, daß die Ultras Zugriffe der Polizei im Fanblock abwehren? Oder daß ich nicht damit leben kann, wenn eine "Verteidigungsbastion gegen äußere Einflüsse und Feinde wegfällt?"

Foto: www.greutherfuerth.de.vu

17. Januar 2007

Gotteslästerung

„Ohne Gott geht gar nichts – so viel steht für mich fest. Aber ich habe das Gefühl, dass Gott in dieser Saison ein Schalker ist.“

(Schalkes Kapitän Marcelo Bordon in der heutigen Ausgabe der Sport Bild)

Tja, was soll man dazu sagen? Zugegeben, Sinn macht das schon, was der Sportsmann Bordon da sagt. Denn was bleibt dir auch anderes übrig, als an Übersinnliches und Wunder zu glauben, wenn du als Schalker Meister werden willst?

Aber bitte nicht traurig sein, wenn sich der Fußballgott - wie in den letzten fast dreißig Jahren auch schon - erneut weigern sollte, zu seiner blau-weißen Seele zu stehen. Denn wie heißt es doch gleich im 11. Gebot?

"Du sollst nicht begehren deiner Bremer Kollegen Erfolg."*

(* frei zitiert nach der Tabelle der Fußballbundesliga)